Glossar

Die wichtigsten Begriffe aus Geldwäscheprävention und Compliance – kurz und verständlich erklärt.

AML / CTF
Anti-Money Laundering / Counter-Terrorist Financing – Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
AMLA
Anti-Money Laundering Authority – neue EU-Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche mit Sitz in Frankfurt am Main.
AMLR
EU-Geldwäscheverordnung (Verordnung (EU) 2024/1624), gilt ab 10. Juli 2027 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten.
Verstärkte Sorgfaltspflichten (EDD)
Zusätzliche Maßnahmen bei erhöhtem Risiko, z. B. bei PEP oder Bezügen zu Hochrisikodrittstaaten (§ 15 GwG).
Customer Due Diligence (CDD)
Kundensorgfaltspflichten: Identifizierung, wirtschaftlich Berechtigter, Zweck der Geschäftsbeziehung und laufende Überwachung.
FATF
Financial Action Task Force – zwischenstaatliches Gremium, das internationale Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung setzt.
FIU
Financial Intelligence Unit – in Deutschland die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen beim Zoll, Empfängerin der Verdachtsmeldungen.
Geldwäschebeauftragter (GwB)
Verantwortlicher für die Einhaltung der geldwäscherechtlichen Vorschriften im Unternehmen, angesiedelt auf Führungsebene (§ 7 GwG).
goAML
Elektronisches Meldeportal der FIU, über das Verdachtsmeldungen abgegeben werden.
Hochrisikodrittstaat
Staat mit strategischen Mängeln bei der Geldwäschebekämpfung, festgelegt von der EU-Kommission; Geschäftsbeziehungen erfordern verstärkte Sorgfalt.
KYC
Know Your Customer – Grundsatz, die Identität und das Geschäftsprofil von Kunden zu kennen und zu prüfen.
Layering
Zweite Phase der Geldwäsche: Verschleierung der Herkunft durch zahlreiche Transaktionen.
PEP
Politisch exponierte Person – Person mit hochrangigem öffentlichem Amt, einschließlich Familienmitgliedern und bekanntermaßen nahestehender Personen.
Placement
Erste Phase der Geldwäsche: Einschleusen illegaler Gelder in den Finanzkreislauf, z. B. durch Bareinzahlungen.
Integration
Dritte Phase der Geldwäsche: Rückführung der gewaschenen Gelder in den legalen Wirtschaftskreislauf.
Risikoanalyse
Ermittlung und Bewertung der unternehmensspezifischen Geldwäscherisiken nach § 5 GwG – Grundlage aller Sicherungsmaßnahmen.
Smurfing
Aufteilung größerer Beträge in viele kleine Transaktionen, um Schwellenwerte und Kontrollen zu umgehen.
Tipping-off
Verbotene Information des Kunden oder Dritter über eine Verdachtsmeldung oder ein Ermittlungsverfahren (§ 47 GwG).
Transparenzregister
Register der wirtschaftlich Berechtigten von Gesellschaften und anderen Rechtsgestaltungen in Deutschland.
Verpflichteter
Unternehmen oder Person, die nach § 2 GwG den Pflichten des Geldwäschegesetzes unterliegt.
Wirtschaftlich Berechtigter
Natürliche Person, in deren Eigentum oder unter deren Kontrolle der Vertragspartner letztlich steht oder auf deren Veranlassung eine Transaktion durchgeführt wird (§ 3 GwG).